Danksagungen

Der letzte Punkt auf meiner To-do-Liste: Danksagung. Eigentlich hatte ich gedacht, dass mir dieser Punkt denkbar leicht fällt, da ich tatsächlich einigen Menschen zu danken habe. Trotzdem habe ich es bis gestern erfolgreich vor mir hergeschoben. Gestern abend habe ich mich schließlich nicht mehr davor drücken können. Ich saß vor dem PC und starrte den weißen Bildschirm an. Das erste Mal seit drei Jahren wusste ich tatsächlich nicht was ich es schreiben soll. Mein Kopf war ebenso leer, wie die Papyrus-Seite. Wobei weniger die Frage war, was ich schreiben soll, vielmehr wie. Wie sage ich danke, dass es auch tatsächlich der Zeit und den Nerven angemessen ist, die meine Helfer investiert haben? Ich glaube alleine meine Tante hat Band 1 insgesamt drei oder vier Mal gelesen, zahlreiche Fragebögen dazu beantwortet. Mein Mann musste oft vor dem PC zurückstecken und meine Mutter verbrachte ewige Zeit damit sich meine Fort- und auch Rückschritte anzuhören. Meine Chefin und meine Arbeitskollegen waren sowohl stilistischer Berater, als auch Model für einige Cover-Versuche. Meine Cousine brachte mein Manuskript in ihrer knappen Freizeit unter, wo ich bis heute nicht weiß wie sie das so schnell geschafft hat. Dazu kommen noch einige mehr, die meine Fortschritte genau verfolgt und mich jedes Mal wieder interessiert nachgehakt haben. Ich hätte niemals gedacht, dass mein gesamter Umkreis mich in diesem Umfang unterstützt und dafür die richtigen Worte zu finden ist tatsächlich verdammt schwer. Man sagt im Alltag wohl einfach viel zu leichtfertig Danke, was zur Folge hat, dass es letztendlich schwer fällt die richtigen Worte zu finden, wenn man aus vollstem Herzen etwas zurückgeben möchte. Es wird mich noch einige Grübeleien kosten, aber langsam nimmt die letzte Seite meines Projekts Form an.

Kommentare